Zusammenbau
Wichtige Maße, wie z.B. die Position des Stegs, müssen
vor dem Lackieren festgelegt werden. Den Zusammenbau ansich kann man so
in zwei Vorgänge unterteilen. Zum einen den vor dem Lackieren und
dem endgültigen Zusammenbau. Der erste legt wie gesagt wichtige Maße
fest und man kontrolliert die Funktionsmaße der Gitarre (Saitenlage,
Richtung des Halses, Halswinkel...). Wie in den folgenden Bilder gezeigt,
arbeitet man hier bereits auf Zentel Millimeter.
Der Hals wir nicht im angeleimten Zustand lackiert, sondern
separat. Folgend auch die letzten Arbeitsschritte vor dem Einleimen: Bohren
der Mechaniken Löcher,
Einsetzen der Mechaniken-Lager mit der Presse.
Einsetzen und Ausrichten der Mechaniken. Die Schraubenlöcher
immer Vorbohren.
Der Sattel wird aus Knochen oder wie hier Mammut Elfenbein
hergestellt. An der Schleifmaschine mache ich zuerst den rechteckigen
Rohling. Mit der Feile und Schmirgelpapier entsteht die Endform. Der Saitenabstand
wird mit dem Bleistift angezeichnet und mit Bundfeilen eingesägt.
Das endgültige Polieren und Einkleben des Sattels geschieht, wenn
auch die Saitenlage feststeht.
Der Sitz des Halses wird noch einmal überprüft,
Lackreste müssen für eine enwandfreie Verleimung entfernt werden.
Mit Weißleim mache ich es hier, habe auch gute Erfahrung mit Hautleim
gemacht. Bei einer späteren Reparatur wäre diese Verleimung
dann schneller zu öffnen - was ich bisher nicht brauchte, denn die
Hälse waren immer bestenes.
Der überschüssige Leim muss gleich entfernt
werden, ein feuchtes Tuch entfernt auch die Schlieren. Über Nacht
bleibt der Hals eingespannt.
Zum Anleimen des Stegst braucht man eine Beilage im Innenraum.
Diese richtet man sich am besten vor dem Verleimen des Korpusses her,
man hat hier noch jederzeit Zugriff und kann die Beilage gut einpassen.
Hat der Steg eine Gute Auflage, gibt man etwas Weißleim auf und
mit ein paar Schraubzwingen ist der Steg fest. Bitte hier besonders darauf
achten, dass der Steg nicht mit dem Leimbad wegrutscht und an falscher
Stelle haften bleibt. Noch den überschüssigen Leim entfernen
- fertig.
Die Stiftlöcher werden nun mit einem 5'er Bohrer
auch durch die Decke und Deckenbeilage gebohrt. Danach mit einer Reibahle
soweit konisch gerieben, dass die Saitenpins alle gleichmäßig
hoch sind und etwa 1,5mm hersausstehen. Mit einer kleinen Säge schneide
ich die Saitenführung in den Steg.
Die Stegeinlage muss hergerichtet und eingesteckt werden.
Mit der Laubsäge muß die Stahlstab Abdeckung
herausgesägt werden, die Schraubenlöcher gebohrt und gesenkt
werden.
Letztendlich wird das Griffbrett noch eingeölt und
mit der Bürste poliert. Die Saiten werden aufgespannt, der letzte
Schliff noch an der Saitenlage, Halsbiegung und Intonation.
Und wieder ist ein schönesn Instrument geboren worden
- fertig.
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