Boden und Decke
Boden und Decke baue ich nur noch in definierte Wölbungen. Das macht
sie sowohl klanglich ansprechender als auch für die Dauerbelastung
im professionellen Einsatz stabiler und Widerstandsfähiger. Ich denke
da an Dehnungs- und Zugbelastungen durch wärme, Hitze usw.
Mit definiert meine ich, dass alle Leimarbeiten und Schleifarbeiten in
gewölbten Formen geschehen. Folgende Maße für die Radien:
- Deckenwölbung 25'
- Bodenwölbung 15' (Feet; 1 Feet = 12 Inch = 2,54x12=30,48cm)

Nachdem die Balken der Wölbung entsprechend geschliffen
wurden, werden sie mit Hautleim auf der Deckenform verleimt.


Sind die Balken alle verleimt, werden Sie geschnitzt und
klanglich optimiert. Dabei halte ich die Decke vorsichtig zwischen Zeigefinger
und Daumen die Decke nah in Höhe meines Ohres und tappe vorsichtig
auf das Holz. Klingt es zu hoch, ist die Decke noch zu steif - sie muss
flexibler werden.
Ich mache das in zwei Stufen. Zuerst beschnitze ich die
Enden der Balken und dann nehme ich mit dem kleinen Geigenbauhobel an
den Balkenseiten Dicke weg.

Der Boden wurde gefügt und hier auf Dicke geschliffen.

Mit der Oberfräse wird ein Kanal für den Zierstreifen
gefräst. Hier leime ich diesen gerade ein.

Ist der Zierstreifen mit der Ziehklinge verputzt, leime
auf die fertig geschliffene Innenseite die Nahtversteifung auf

Die ebenfalls geschliffenen Bodenbalken werden verleimt.

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