Scalopped Neck
Was in den 80'er Jahren der Hit unter Flitzefingern a' la Malmsteen war
und heute nicht mehr so modern scheint ist auf Spezialgitarren immer noch
gefragt. Die Schnelligkeit und Leichtigkeit kommt hauptsächlich daher,
dass die Saiten nicht bis zum Anschlag auf das Griffbrett gedrückt
werden (normales Griffbrett), sondern der Spieler drückt nur so fest
zwischen die Bünde, bis der Ton zwischen den Bundstäbchen erzeugt
wurde - und nicht fester!
Wer schon einmal so eine Griffbrettform gespielt hat wird nach einiger
Umgewöhnungsphase kaum mehr auf ein "normales" zurück
wollen. Aber alles eine Frage des persönlichen Stils und Geschmacks.
Und so wird es gemacht: Anzeichnen der Mitten zwischen den Bünden
mit dem Stift.
Ich spanne in den Dremel einen Kugelfräser ein und
fräse in 2-3 Fräsdurchgängen an der Mittelzeichnung entlang.
Dadurch lege ich die Tiefe an der Wölbung fest. Etwa 3/10mm bleibt
noch als Aufmaß stehen.
Mit der Schleifwalze schleife ich die Bögen an den
breiten Stellen. In den hohen Lagen muss mit der Handfeile gearbeitet
werden.
Feinbearbeitung mit Halbrund- bzw. Rundfeilen.
Und so sieht es dann aus. Da die Positionszeichen der Seite
und Vorne angeschliffen werden, müssen diese zuerst verschlossen
und dann neu gesetzt werden.
Mit Epoxi und etwas Schleifstaub des Griffbretts geschieht
das Füllen der alten Markierungen.
Das Griffbrett wird noch mit Hartwachs behandelt und fertig
ist das Scalopped Griffbrett.
Sind die Saiten aufgezogen, schaut es so aus:
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